Machen Sie den Unterschied – SEO bei der Contenterstellung

Veröffentlicht: 07.03.2019
Franziska Ziehms

Eine Website steht und fällt mit dem Content. Nicht ohne Grund wird in der SEO-Szene von „Content ist King“ gesprochen. Warum der Content so essenziell in der Suchmaschinenoptimierung ist, auf was Sie achten sollten und was einen guten Content ausmacht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Übersicht zu SEO bei der Contenterstellung

Was ist Content?

Der englische Begriff Content bedeutet übersetzt ganz einfach „Inhalt“. Unter den Begriff „Inhalt“ fallen:

  • Texte
  • Bilder
  • Videos
  • Grafiken
  • Tonaufnahmen

Was ist qualifizierter Content?

Qualifizierter Content ist Inhalt mit Mehrwert für die User, bspw. informative Texte, gehaltvolle Grafiken, optisch ansprechende Bilder und Videos. Besonders wichtig sind dabei die Einzigartigkeit und Individualität der Inhalte. Sie können die Inhalte, die Sie auf Ihrer Website oder in Ihrem Shop haben, nutzen, um sich von der Masse sowie von der Konkurrenz abzuheben – Sie machen sich einzigartig und bieten Ihren Usern ein einmaliges Surf- bzw. Einkaufserlebnis. Nutzen Sie diesen wichtigen Hebel!

Wieso ist qualifizierter Content so wichtig?

Mit dem Panda Update im Jahr 2011 hat Google seinen Fokus gezielt auf Unique Content (einzigartige Inhalte) gerichtet. Seitdem ist es einer der wichtigsten Rankingfaktoren, der die Basis für eine erfolgreiche Platzierung in den Ergebnissen der Suchmaschine Google bildet. Mit Ihrem Content zeigen Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale auf, begeistern User und potenzielle Kunden für sich und grenzen sich von Ihrer Konkurrenz ab.

Es zählt daher: Bieten Sie Ihrem User Mehrwerte, seien Sie nützlich bei der Beantwortung seiner Fragen sowie Anliegen und verschaffen Sie ihm ein einzigartiges Erlebnis auf Ihrer Seite, damit er gerne wiederkommt. Denn genau dann ist Ihre Seite relevant und wertvoll für andere sowie für Google.

Wie ist guter Content gestaltet?

Guter bzw. qualifizierter Content sollte

  • aktuell sein
  • gut recherchiert sein
  • seriös sein
  • Keyword-orientiert verfasst werden
  • einen deutlichen Mehrwert bieten
  • einzigartig (unique) sein
  • aus verschiedenen Contentformen wie Texten, Bildern, Videos o. ä. bestehen

Bieten Sie Ihrem Nutzer einen Mehrwert! Wie das geht, erfahren Sie jetzt in 5 Tipps zur Content-Erstellung.

5 Tipps zur Contenterstellung

Tipp 1: Legen Sie ein Hauptkeyword fest.

Um was soll es in Ihrem Artikel, Ihrem Beitrag, Ihrem Video oder Ihrer Podcast-Folge gehen? Fokussieren Sie sich auf ein Hauptkeyword, das aussagekräftig ist und Ihren User bereits mithilfe Ihrer URL als auch mit dem Titel abholt. So weiß er, was ihn erwartet und ob es sich für ihn lohnt, diesen Beitrag zu lesen.

Beispiel: Sie schreiben einen Artikel über Autos. Das ist noch sehr ungenau – grenzen Sie es ein! Ihr Artikel handelt schließlich nicht von irgendwelchen Autos, sondern von den beliebtesten Supersportwagen im Jahr 2019. Ihr Hauptkeyword bzw. die Keywordgruppe könnte also lauten „Beliebteste Supersportwagen 2019“. Die passende URL lautet z.B. www.beispiel.de/beliebteste-supersportwagen-2019. Der User kann auf einem Blick erfassen, um was es geht und ob ihn der Beitrag interessiert.

Tipp 2: Strukturieren Sie Ihren Text.

Geben Sie Ihrem Text aussagekräftige Zwischenüberschriften, wählen Sie passende Absätze und strukturieren Sie ihn sinnvoll und übersichtlich. Indem Sie Texte mit Absätzen und Überschriften versehen, überfordern Sie Ihren User nicht mit einem langen Text. Er bekommt Orientierung und kann sich gut von Absatz zu Absatz hangeln.

Gerade für die mobile Ansicht ist das sehr wichtig. Ein langes Scrollen mit unendlichem Text macht die Augen müde und das Interesse an dem Artikel schwindet mehr und mehr. Das Gefühl, dass der Text nie endet, wird stärker. Auch wenn der Inhalt wirklich interessant ist, werden die meisten Ihrer User das Lesen beenden und die Seite verlassen.

Beispiel: Wenn Sie in Ihrem Artikel zu den beliebtesten Supersportwagen 2019 verschiedene Autos mit ihren Vorteilen und Nachteilen benennen, fügen Sie nach jedem genannten Auto einen Absatz ein. Um den Text noch mehr zu strukturieren, vergeben Sie für diese Absätze passende Überschriften, wie den Autonamen und das Modell. Sie schaffen somit Übersicht auf einem Blick.

Tipp 3: Wecken Sie Emotionen.

Wenn Sie mit viel Text arbeiten, haben Sie die Möglichkeit, diesen Text mit Medien zu unterstützen. Medien lockern nicht nur optisch auf und entspannen die Augen des Users während des Lesens, sondern stellen eine große Chance dar, Emotionen zu übertragen und zu wecken. Emotionen bedeuten Erlebnisse.

Wenn Sie es schaffen, mithilfe Ihres Sprachstils oder Ihrer Medien Emotionen zu wecken, ermöglichen Sie Ihrem User einmalige Erlebnisse auf Ihrer Seite. Der User wird aufgrund dessen gerne wieder auf Ihre Seite zurückkommen. Und vielleicht denkt er bei dem ein oder anderen Thema an Sie, da er im Kopf die Erinnerung hat: „Auf dieser Seite habe ich doch so tolle Bilder gesehen. Da habe ich sofort an meinen Urlaub in Spanien denken müssen. Der war richtig entspannend.“

Beispiel: Binden Sie für Ihren Artikel zu den beliebtesten Supersportwagen 2019 Fotos oder evtl. kleine Videos mit ein. Zeigen Sie Details wie bspw. die Nähte vom Lenkrad oder wie das Auto auf einer Rennstrecke driftet. Das weckt in dem ein oder anderen Lust auf Abenteuer und Adrenalin, Erinnerungen, Sinn für Details oder die Neugier, mal mit einem superschnellen Auto zu fahren.

Tipp 4: Nutzen Sie verschiedene Formate.

Menschen nehmen Informationen auf unterschiedliche Art und Weise wahr und schlussendlich auch auf. Dies können Sie für sich und Ihre Contenterstellung nutzen. Gerade online können Sie auf vier Rezeptionstypen sehr gut eingehen:

  • Den Leser-Typ
  • Den visuellen Typ
  • Den auditiven Typ
  • Den „Ausprobierer“-Typ

Fragen Sie sich bei allen Contentinhalten, die Sie erstellen, welches Potential Sie daraus noch ziehen können. Sie haben qualitativ hochwertigen Content erstellt mit Zeit- und Ressourceneinsatz. Wieso nicht diesen Content auch in andere Formate übertragen?

Egal, ob Sie ein Video produziert haben und aus dem Kommentartext des Videos zusätzlich noch einen Artikel erstellen oder ob Sie Ihren Blogbeitrag für eine Tonaufnahme/eine Podcast-Folge nutzen, damit User, die nicht so gerne lesen, sich das Ganze anhören können – Ihnen sind keine Grenzen gesetzt. Verwenden Sie Ihren qualitativ hochwertigen Content auf verschiedenen Ebenen und stellen Sie sich so multimedial (= Inhalte aus mehreren Medien) auf. Sie bieten nicht nur Abwechslung auf Ihrer Seite an, sondern holen somit eine große Usergruppe der verschiedensten Rezeptionstypen ab.

Beispiel: Sie haben den Artikel zu den beliebtesten Supersportwagen 2019 in Textform fertig – super für den Leser-Typ. Erstellen Sie zusätzlich ein Video für die visuellen Typen, indem Sie die beliebtesten Supersportwagen vorstellen oder vielleicht in einem Test zeigen. Für den auditiven Typ darf es gerne noch eine kleine Tonaufnahme sein, wo bspw. der Artikel vorgelesen wird oder als Mehrwert die Motorgeräusche zu hören sind.

Der „Ausprobier-Typ“ möchte aktiv etwas tun. Stellen Sie ein Quiz zur Verfügung, wo er sein Wissen testen kann – Zu welchem Auto gehört der Motorsound? Welcher der vorgestellten Supersportwagen hat die meisten PS? Sie können den User auch per Drag-and-Drop die Reihenfolge der Supersportwagen zusammenstellen lassen. Anschließend kann er Ihren Artikel als Lösung anschauen. Seien Sie kreativ. Hier gilt wieder: Bieten Sie Ihrem User ein Erlebnis.

Tipp 5: Wechseln Sie die Perspektive.

Sie haben Ihren Content erstellt. Der Text ist fertig, evtl. haben Sie ergänzend dazu ein Video, eine Grafik, eine Checkliste oder eine Tonaufnahme erstellt. Doch bevor Sie Ihren Inhalt veröffentlichen, sollten Sie etwas ganz Wichtiges tun: Wechseln Sie die Perspektive. Versetzen Sie sich in Ihren User und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Fühle ich mich angesprochen?
  • Hat der Inhalt einen Mehrwert für mich?
  • Habe ich ein Erlebnis? Bietet mir die Seite etwas Besonderes/Einzigartiges?
  • Ist etwas unklar? Treten Fragen während des Lesens/Sehens/Hörens auf?
  • Würde ich den Inhalt selbst jemandem empfehlen?

Und genau mit diesem Tipp machen Sie den Unterschied und sind Ihrer Konkurrenz einen großen Schritt voraus. Prüfen Sie für sich, ob Sie sich von Ihren eigenen Inhalten inspiriert, informiert und abgeholt fühlen, ob er Ihnen wirklich einen Mehrwert bietet. Wenn dies nicht der Fall ist, überarbeiten Sie die Inhalte noch einmal. Im Umkehrschluss bedeutet dies nämlich: Wenn Sie sich schon selbst nicht angesprochen fühlen, wie sollen sich dann Ihre User angesprochen fühlen?

Sorgen Sie für Ihren Erfolg, indem Sie sich in Ihren User versetzen.

Fazit

Content ist viel mehr als ein Text mit Bild. Sie haben mit den Inhalten auf Ihrer Seite die Möglichkeit, sich einzigartig zu machen. Nutzten Sie das Potential, was in qualifiziertem Content steckt, und heben Sie sich von der grauen Mitbewerbermasse ab. Achten Sie bei Ihrer Contenterstelllung auf die Fokussierung auf ein Hauptkeyword und die Strukturierung Ihres Textes. Wecken Sie Emotionen und verschaffen Sie Ihrem User Erlebnisse mithilfe von verschiedenen Contentformaten. Bieten Sie Abwechslung und seien Sie kreativ. Und bevor Sie Ihren Nutzern die Inhalte zur Verfügung stellen: Wechseln Sie die Perspektive und versetzen Sie sich in den User. Dann steht Ihrem einzigartigen Content nichts mehr im Weg und der User wird gerne wieder zu Ihnen auf die Seite zurückkehren. Viel Erfolg bei Ihrer Contenterstellung!

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